Das Casablanca-Gefühl.

casablancaWenn du einmal angefangen hast für einen Menschen ein tiefes, warmes und vielleicht manchmal viel zu intensives Gefühl zu empfinden, dann  wird dir – selbst wenn es verloren gehen sollte in den wilden Wogen nachfolgender negativer und positiver Erlebnisse in deinem Leben – dieser Mensch immer nahe sein, egal wohin du gehst, dich drehst. Die Erinnerung an diesen Menschen zeigt dir, dass  Liebe nicht vergänglich ist, sondern nur die Umstände, die Zeit sie verändert, verlagert, transformiert und wenn du eine Zeitmaschine hättest, mit der du zurück in die erste Phase dieses Gefühls reisen könntest, so würdest du dich gegen diese Reise zurück entscheiden.  Weiterlesen

Vollmond in Magdeburg.

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Welch verzückendes Wochenendjuwel liegt hinter mir; durchdrungen von juvenil schändlichen und weniger schändlichen Taten. Von nackten Brüsten und blanken Penissen über polyamouröse Weiterbildungsmaßnahmen bis hin zu American Beauty, dem Film meiner Jugend, war alles dabei. Hollywood in Magdeburg sozusagen. Weiterlesen

FEMINISMUSHATER.

Feminismus. Feminismus. Feminismus. Buhhhh.

Na, hast du Angst? Bist du genervt? Oder musst du bei dem Wort brechen? Denkst du an BH-verbrennende unrasierte männermeidende Alt-68er-Frauen, die wie Godzilla überlebensgroß die Städte entern und mit ihren Laserstrahlaugen gelbe Hassblitze hinunter auf die patriarchale Welt prasseln lassen? Oder an Jutebeutel-tragende Hipster-Girlies mit zutätowierten Armen und Undercuthaarschnitt, die sich ständig mit ihren Freund*innen über alte Folgen der Gilmore Girls unterhalten und über genderkorrekte Schreibweisen und die Einzigartigkeit ihres Feminismus streiten? Naja, an der Stelle, wo viele andere stehen bleiben, legen die meisten Feminist*innen wenigstens eine rege Diskussionskultur an den Tag. Denn reden, Diskurs, ja das ist ja bekanntlich ein grundlegendes Merkmal eines demokratischen Systems. Auch, wenn reden manchmal anstrengend ist, der Mensch meint, seine Befähigung hierzu unterscheide ihn vom Tier. Weiterlesen

Wie wir beide zu Sexobjekten wurden.

Als ich dich das erste Mal sah, da dachte ich: „Oh Gott, schon wieder ein typischer tätowierter Hipster aus dem Pott.“ Und ich kam dir näher, wusste direkt, du bist ein Mann, der viele Frauen hatte und haben wird, weil du, genauso wie ich, niemals genug bekommen kannst und immer auf der Suche nach Input bist, in jeglicher Form. Wie ein Wolf auf Beutesuche stromerst du durch die Straßen des Reviers, findest dann und wann ein kleines Stück Essbares hier und da. Du kommst schon klar. Weil du Künstler bist. Und so standen wir uns gegenüber, wir zwei Wölfe und zwischen uns dein bester Freund, meine aktuelle Beute. Hatte ihn schon fast satt, aber meine Zeit mit ihm zu verschwenden war es mir wert, da ich Dich dann und wann mal zu Genuss bekam. Du warst der Bonus in diesem recht spärlichen Mahl. Unsere Blicke streiften umher und wussten voneinander, dass sie genauer hingesehen hatten. Dann und wann. Was war das, was wir da fühlten? War es unsere Gemeinsamkeit als einsamer Wolf unterwegs zu sein? Die Hoffnung auf Anerkennung, darauf verstanden zu werden? Jedenfalls verband uns etwas, obwohl wir noch nie ein Wort miteinander sprachen. Hach und wie du dich bewegtest, das war sexy; die Dinge, die du realisiertest, ich sammelte alle Informationen über dich, die er mir geben konnte. Wie ein ausgemergeltes Tier las ich sie auf, nährte mich von ihnen und konnte wieder kreativ sein für eine Weile.  Weiterlesen